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Erfolgreiche Migration von Oracle Forms 6i auf J2EE-Plattform (NÜRNBERGER VERSICHERUNG)

Die Aufgabe:

Die Nürnberger Versicherungsgruppe AG löste im April 2005 eine Oracle Forms 6i-Anwendung durch eine J2EE-Anwendung ab. Das System zur Verwaltung von Metadaten für das Vertriebs-Datawarehouse wurde von der it innvovations GmbH in Zusammenarbeit mit der merlin.zwo InfoDesign erfolgreich migriert.

 


Ausgangssituation

Um das Vetriebs-Datawarehouse mit Daten befüllen zu können, wurde bei der Nürnberger Versicherungsgruppe AG ein Modell für Metadaten auf Oracle-Basis entwickelt. Die Metadaten steuern den Ladeprozess des Datawarehouses, indem sie die Dimensionen und die Aggregierungshierachien für die zu ladenden Daten definieren. Im Lauf der Zeit können sich die Zusammenhänge jedoch ändern, da permanent neue Produkte entwickelt werden, die in das Warehouse mit aufgenommen werden müssen. Es war somit unter anderem notwendig, die Dimensionen zwischen den Quelldaten dynamisch zu definieren. Das für diesen Zweck entwickelte Metadatenmodell erlaubt es, flexibel auf die sich ständig ändernden Anforderungen zu reagieren und Strukturen und Verknüpfungen zwischen Daten zu definieren, die bei den Warehouse-Ladeläufen berücksichtigt werden. Zur Pflege der Metadaten wurde ein Oracle Forms-Programm entwickelt, das jedoch mittlerweile der Plattform-Strategie der Nürnberger Versicherungsgruppe AG widerspricht und daher überarbeitet werden musste. Ebenfalls problematisch ist die Tatsache, dass die Benutzerführung der Forms-Anwendung nicht für eine größere Zahl von Endanwendern geeignet ist - der bisherige Forms-„Strukturdatendialog“ ist ein reines Werkzeug für einige wenige Spezialisten. In Zukunft sollen jedoch weitere Anwender mit der Anwendung arbeiten - eine Überarbeitung wurde notwendig.

 

Die Lösung:

Innerhalb der Nürnberger Versicherungsgruppe AG wird die Entwicklung mit Java und J2EE-Technologie forciert. Da bereits eine eigen entwickelte Umgebung zur einheitlichen Benutzerauthentifizierung und –Autorisierung sowie zur Integration in die IT-Landschaft besteht, wurde zur Ablösung und Weiterentwicklung des Forms-Strukturdatendialogs eine Java/J2EE-Lösung angestrebt. Die vorhandene Datenbank sollte möglichst unverändert verwendet werden, da es sich bei den Strukturdaten um ein zentrales Element im Warehouse handelt - eine Änderung des Datenmodells hätte weitreichende Folgen für den gesamten Lade- und Auswertungsprozess. Um für den geplanten erweiterten Benutzerkreis gerüstet zu sein, wurde Wert auf die Nachvollziehbarkeit der Änderungen gelegt. Realisierung Die Wahl zur Migration von Forms auf Java fiel auf die it innovations GmbH, die in der Vergangenheit schon erfolgreiche Projekte bei der Nürnberger Versicherungsgruppe AG abwickeln konnte. Zur Verstärkung wurde die Firma merlin.zwo InfoDesign GmbH & Co. KG herangezogen. Nach verschiedenen Gesprächen und Vorstudien vor Ort wurde festgelegt, dass die Anwendung als Java WebStart-Anwendung realisiert werden soll, die auf einem JBoss Application Server zugreift. Die Integration in das hauseigene Framework für Sessionhandling und Client-Server-Kommunikation wurde als wesentlicher Bestandteil der Anwendung definiert. Umfangreiche Analysen des Datenmodells waren Voraussetzung für eine sinnvolle Benutzerführung im neuen Programm. Waren in der bestehenden Forms-Anwendung nur rudimentäre Eingabeprüfungen eingebaut, so sind in Gegensatz hierzu in der neuen Anwendung verschiedene weitreichende Prüfungen und Mechanismen eingebaut, die die Fehlerquote bei Eingaben drastisch reduzieren und somit eine aufwändige Korrektur der Metadaten vermeiden. Änderungen in der Benutzerführung und in den Eingabemasken erhöhen die Akzeptanz beim Endanwender. Die Forms-Anwendung gliederte sich in viele Detailmasken für verschiedene Arbeitsschritte und verursachte somit einen häufigen Wechsel der aktiven Eingabemaske. Die realisierte Java-Anwendung wurde in der Maskenfülle drastisch reduziert, so dass sich Arbeitsschritte nun sachgebietsweise ohne Navigationsaufwand bearbeiten lassen. Gleichzeitig wurden die Masken in ein einheitliches Look-and-Feel überführt, so dass ein angenehmes Arbeiten gegeben ist. Durch die Komplexität der Sachverhalte im Datenmodell kam es im Forms-Programm zu Performanceproblemen beim Selektieren der Daten. Durch eine vollständige Überarbeitung der SQL-Befehle konnte die Wartezeit auf einen Bruchteil der ursprünglichen Zeit reduziert werden. Minutenlanges Warten auf Daten gehört der Vergangenheit an. In der Forms-Variante wurde der Zugriff auf die Metadaten nur durch eine Anmeldung an der Datenbank geregelt. Die Integration der Java-Anwendung in das Benutzer-Management-System erlaubt es nun, verschiedene Benutzer für die Anwendung freizuschalten und verschiedene Rechte innerhalb der Anwendung auf einfache Art zuzuweisen. Die vielerorts übliche (und gefährliche) Bekanntgabe eines „Sammel-Accounts“ in der Datenbank entfällt, jeder Benutzer meldet sich über sein eigenes Benutzerkonto an der Anwendung an. Die externe Entwicklung bei it innovations sorgte für eine kostengünstige Realisierungsphase, die Testphase konnte durch schnelle Anpassungen und rasch gelieferte Deployments innerhalb kürzester Zeit abgeschlossen werden. Dank intensivem Kontakt zwischen der Nürnberger Versicherungsgruppe AG, it innovations GmbH und der merlin.zwo InfoDesign GmbH & Co. KG konnten weitergehende Wünsche direkt und unbürokratisch in die Anwendung einfließen. Der Vorteil: Durch die reibungslose Umsetzung der Anwendung in eine Java-Anwendung ist die Nürnberger Versicherungsgruppe AG in der Lage, das in die Jahre gekommene Oracle Forms-Programm abzulösen. Weitere Maßnahmen, die durch die bisherige Anwendung nicht möglich waren, können nun zeitnah angegangen werden. Die neue Anwendung bietet vielfältige Erweiterungsmöglichkeiten und somit Zukunftssicherheit, eine Übertragung der Anwendung auf andere Einsatzzwecke ist möglich und angedacht. Die Abschlussbesprechung ergab durchgängige Zufriedenheit bei allen Projektbeteiligten - die Nürnberger Versicherungsgruppe AG kann sich nun weiterführenden Aufgaben im Bereich der gesamten Datawarehouse-Umgebung widmen.