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Filestream

Aktuelle Anwendungen erfordern es in zunehmendem Maße, auf sogenannte unstrukturierte Daten (z.B. Office-Dokumente, Bilder, Videos) zuzugreifen. Im SQL-Server 2005 konnte die über zwei Wege realisiert werden:

  • Speicherung der Binärdaten in der Datenbank
  • Speicherung eines Dateipfades

Der Nachteil der Binärdatenspeicherung ist die verminderte Abfragegeschwindigkeit, da nicht direkt auf eine Datei im Filesystem zugegriffen wird. Die Nachteile der Speicherung eines Pfades sind vielfältig. Die User müssen über eine Zugriffsberechtigung auf den Speicherort im Netzwerk verfügen. Die Dateien können verschoben werden. Die Daten sind nicht ins reguläre Backup eingeschlossen. Zu guter Letzt sind Aktionen nicht transaktional, z.B. das Löschen einer Datei kann nicht rückgängig gemacht werden.

Die neue Funktionalität „Filestream“ des SQL-Servers 2008 eliminiert die Nachteile beider Methoden.

filestream-schema

Die Daten werden direkt im Filesystem als Stream gespeichert. Dadurch erfolgt die Abfrage ab einer Größe von 1 MB schneller als wenn die Daten als Binary in der Datenbank liegen.

  • Die Berechtigung auf die Daten erfolgt wie gewohnt im SQL-Server. Dadurch erübrigt sich eine doppelten Pflege der Berechtigungen im SQL Server und im Filesystem
  • Filestream Daten sind vollständig in die Transaktionslogik des SQL Servers eingebunden. Programmierungen mit Abfangen von Fehlern wird somit erleichtert.
  • Die Filestream Daten werden in das reguläre Backup des SQL Servers eingebunden und sind somit vollständig wiederherstellbar