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Die Aufgabe:
Die Quelle Bausparkasse, Fürth, ist seit 1990 erfolgreich am Markt. Sie war die erste Direkt-Bausparkasse Deutschlands, Pionier bei der Direkt-Baufinanzierung und dem Internet-Angebot.
Die Gegenwart der Finanzinstitute ist geprägt von Wandlungen der bankaufsichtlichen Anforderungen, die mit den Schlagworten BASEL II und MaK (Mindestanforderungen an das Kreditgeschäft der Kreditinstitute) diskutiert werden. Ziel dieser neuen Regelungen ist es, das Risk-Management der Finanzdienstleister zu verbessern und Risiken früher zu erkennen.
BASEL II
Zukünftig wird das erforderliche Eigenkapital, das Bausparkassen zur Unterlegung von Kreditrisiken vorhalten müssen, in stärkerem Maß von der jeweiligen Bonität der Kreditnehmer abhängen. Des weiteren werden Bausparkassen zum ersten Mal verpflichtet sein, explizit Kapital für operationelle Risiken zu halten.
Die Quelle Bauspar AG hat sich 2003 mit acht weiteren Bausparkassen in der Bundesrepublik zu einer „Basel-II-Bausparkassen-GbR" zusammengeschlossen. Diese beauftragte die Ernst & Young AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft für Bausparkassen eine Branchenregelung für Basel II zu realisieren und sie bei der Basel-II-Umsetzung zu unterstützen. Eine wesentliche Voraussetzung zur Entwicklung der angestreben Scorekarten ist die zur Verfügung stehende Datengrundlage.
Mindestanforderungen an das Kreditgeschäft der Kreditinstitute (MaK)
Im Dezember 2002 hat die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) mit dem RS 34/2002 die MaK in Kraft gesetzt, um die Risiken aus dem Kreditgeschäft zu begrenzen. Auf der Grundlage des § 25a Abs. 1 Kreditwesengesetz (KWG) formulieren die MaK einzel- sowie gesamtgeschäftsbezogene Regelungen für ein angemessenes internes Risikomanagementsystem und -kontrollsystem.
Um die verschiedenen Risiken zu ermitteln, ist eine Vielzahl von Daten notwendig.
Risk-Management-Informationssystem
Neben den gesetzlichen Anforderungen bestand auch unternehmensintern der Bedarf an einem flexiblen, intuitiv zu bedienendem Management-Informationssystem. Das schnelle Wachstum von Quelle Bausparkasse (1990 gegründet; 2003 bereits 1,2 Mrd. € Bilanzsumme), generierte eine Vielzahl von Daten (Kunden, Interessenten, Bausparverträgen usw.).
Die operativen Systeme boten in der Regel nur Standardauswertungen, welche für die Entscheidungsunterstützung häufig nicht geeignet waren. Auswertungen über die Datenbestände mehrerer operativer Programme waren nicht möglich.
Neben der Geschäftsleitung waren die Vertriebs- und Marketingabteilung, das Controlling, das Risk-Management sowie die Interne Revision interessiert, die vorhandenen Daten zu analysieren und in der Entscheidungsfindung zu berücksichtigen.
Forderungsverkauf und Sicherheitenverteilung
Bei der Kreditvergabe müssen die Bausparkassen neben den Risiken auch beachten, dass die Darlehen nur in einem bestimmten Verhältnis zur Eigenkapitalhöhe vergeben werden darf (Eigenkapitalunterdeckung).
Um das zügige Neugeschäfts- und Bestandswachstum der Quelle Bauspar AG nicht zu bremsen, werden u.a. auch Forderungen an Kreditinstitute verkauft. Die dadurch verbesserte Eigen-/Fremdkapitalquote erlaubt die zusätzliche Vergabe von Baufinanzierungs-Darlehen.
Das zentrale operative System zur Vertragsverwaltung (KBS) bildet einen Forderungsverkauf nicht ab. Ein solcher Verkauf ist aber detailliert zu protokollieren und hat grundlegenden Einfluss auf die Daten eines Darlehens. So werden beispielsweise bei einem anteiligen Verkauf einer Darlehens-Forderung auch die dazugehörigen anteiligen Sicherheiten an den Forderungskäufer übertragen. Die verbleibenden Sicherheiten sind folglich entsprechend aufzuteilen.
Auswertungen, die auf dem Datenbestand des operativen System (KBS) basieren, sind folglich nicht mehr aktuell. Es wird deswegen eine Datenbasis benötigt, die hierzu Informationen vorhält.
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