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Cubeware Cockpit V6Pro ist ein leistungsfähiges und modernes BI-Frontend mit dessen Hilfe ansprechende und komplexe Analysen, Reports und Dashboards erstellt werden.
In Verbindung mit den Fähigkeiten der SQL Server Analysis Services können sehr effiziente und graphisch äußerst ansprechende Berichte erstellt werden.
Die Stärken beider Komponenten, einerseits mit den Analysis Services ein leistungsfähiges Backend, andererseits ein ebenso potentes Frontend, ergänzen sich hervorragend bei der Visualisierung der Analyse- und Berichtsdaten.
Unterschiede in der Funktionalität von Cubeware Cockpit V6Pro und SQL Server Analysis Services
Cubeware Cockpit V6Pro unterstützt eine Vielzahl von OLAP Datenbanken und deckt dabei eine große Bandbreite an Funktionalität ab. Die Stärke dieser Cross-Plattform-Fähigkeit bedingt aber auch, daß manche spezifische Funktionen der darunterliegenden Plattform nicht oder nur eingeschränkt genutzt werden können. Im Zusammenspiel von Cubeware Cockpit V6Pro zeigen sich die Unterschiede, die nachfolgend beschrieben werden.
Funktionalitäten, die SQL Server Analysis Services (SSAS) 2005/2008 bietet, die von Cockpit nicht direkt unterstützt werden:
KPIs
In SSAS 2005/2008 gibt es die Möglichkeit Key Performance Indikatoren (KPIs) serverseitig zu implementieren. Dies bedeutet, daß Ziel- und Trendwerte für diese Indikatoren im Cube hinterlegt werden und die Kennzahlen somit für alle Applikationen, die auf den Cube zugreifen, auf Basis der gleichen Berechnungsgrundlage zur Verfügung gestellt werden (single point of calculation). Als Frontends, die die KPI direkt auswerten und Anzeigen können – bspw. durch bedingte Formatierung oder Tachometer) sind im Microsoft Umfeld Excel und Sharepoint Services oder Pro Clarity zu nennen.
Da Cubeware Cockpit diese direkte Funktionalität nicht unterstützt, gibt es zwei alternative Möglichkeiten um zum gewünschten Ergebnis zu kommen:
- KPI definieren im Bericht: Mit Hilfe einer analytischen Formatierung lassen sich sehr einfach Schwellwerte, Zellenbalken und Farbverläufe definieren, und somit gewünschte KPIs erzeugen (Ampeln, Tachometer, etc.).
Dies sind aber für jede Tabelle neu zu definieren und stehen nicht global zur Verfügung.
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MDX Bericht: Es besteht jedoch eine mögliche Alternative KPIs des Analysis Service direkt auszulesen und in Cubeware Cockpit zu verwenden. Mit Hilfe eines MDX Berichtes können über die Funktionen des Analysis Services die Schwellwerte des Cubes ausgelesen werden (bspw. KpiGoal, KpiValue) um anschließend im Bericht verarbeitet zu werden. Da dies fortgeschrittene Kenntnisse der Abfragesprache MDX voraussetzt, ist die Komplexität hierbei jedoch nicht zu unterschätzen.
Aktionen
Ähnlich wie bei den eben beschriebenen KPIs ist die Funktionalität im Bereich von Aktionen gegeben.
Analysis Services stellt ebenfalls eine serverbasierte Funktionalität zur Verfügung, mit deren Hilfe aus dem gewählten Kontext des Cubes Aktionen datengetrieben ausgeführt werden können. Beispielsweise für Aktionen:
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Drill-Through auf Blattebene
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Aufrufe externer Programme
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Aufruf von URLs (Geomaps, etc.)
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U.ä.
Cubeware Cockpit bietet bei der Berichtsverlinkung ebenfalls diese Möglichkeiten, wobei allerdings die Aktionen berichtsspezifisch und nicht serverseitig definiert werden.
Eine Nutzung der serverseitig definierten Aktionen des Analysis Service im Cubeware Cockpit Bericht ist nach derzeitigem Stand nicht möglich.
Cube übergreifende Berichtsverlinkung
Ein weiterer Unterschied zwischen der Funktionsweise von Cockpit und dem Analysis Services liegt in der Behandlung von Hierarchien in Dimensionen.
Analysis Services kennt nur die Möglichkeit Hierarchien innerhalb von Dimensionen abzubilden. Hierbei können aber viele parallele Hierarchien erstellt und genutzt werden.
Cubeware Cockpit V6Pro liefert auch hier darüberhinausgehend zusätzlich noch die Möglichkeit im Bericht Cube-übergreifend Berichte zu verlinken. Mit Hilfe dieser Funktionalität ist es beispielsweise möglich, kontextabhängig von einer Analysis Services basierten ABC – Analyse zu einem Ranking Report zu wechseln um abschließend einen Drill-Through auf SAP-Detaildaten zu tätigen. Alle Berichte können kontextsensitiv miteinander in Beziehung gesetzt werden.
Anzeigeordner (Display Folder)
Analysis Services bietet die Möglichkeit Kennzahlen in sogenannten Anzeigeordnern (Display Folders) zusammenzufassen und zu gruppieren. Damit kann dem Berichtsersteller themenbezogen die im Kontext benötigte Auswahl an Kennzahlen vorgegeben werden und die Berichtserstellung erleichtert werden (Cubes mit einer dreistelligen Anzahl von Kennzahlen sind keine Seltenheit).
Frontends im MS Umfeld, die Displayfolder unterstützen sind bspw. MS Excel 2007, SQL Server Reporting Services oder Sharepoint Services 2007.
Cubeware Cockpit V6Proist jedoch derzeit noch nicht in der Lage diese Funktionalität zu unterstützen.
Mehrsprachigkeit
Analysis Services 2005/2008 liefert die Möglichkeit beliebige Sprachlayer zu erstellen.
Alle Attribute und Elemente eines Cubes (Dimensionsnamen, Kennzahlen, etc.) können in allen Sprachen benannt werden. Beim Zugriff eines Clients im Windows basierten System wird mit Hilfe dessen Spracheinstellung der jeweilige Sprachlayer (falls vorhanden) verwendet. OLAP-Clients im Windows Umfeld wie bspw. Excel ab Version 2003, Sharepoint Services oder Reporting Services sind in der Lage diese Funktionalität zu nutzen.
Da manche andere OLAP-Systeme noch nicht vollständig eine solche Mehrsprachigkeit unterstützen, hat Cubeware Cockpit in Verbindung mit dem Team Server eine andere Lösung gefunden, mittels derer eine Mehrsprachigkeit im Team Server implementiert wird. Die Übersetzungen der Elementnamen in die jeweilige Landessprache und deren Hinterlegung erfolgt hierbei im Team Server und steht somit dem Bericht zur Verfügung.
Eine direkte Nutzung des Sprachlayers der im Analysis Services Cube definiert ist, wird von Cockpit V6Pro derzeit nicht unterstützt.
Elementnamenverknüpfungen
Oftmals wird in der Berichtserstellung die Möglichkeit benötigt, Dimensionsattribute miteinander zu Verknüpfen. Beispielsweise beinhaltet die fiktive Dimension Person den Nachnamen und Vornamen einer Person. Als angezeigtes Attribut wird , gewünscht.
Um dies zu erreichen, muß im Analysis Services Cube das zusammengesetzte Attribut bereits bei der Datenversorgung relational oder als benannte Abfrage im der Datensicht des Cubes berücksichtigt werden.
Anders hingegen im Umfeld von Cubeware Cockpit V6Pro. Hier ist es möglich im Zuge der Berichtserstellung bei der Definition der Datenquelle beliebige Attributverknüpfungen als Benutzerdefiniertes Element auszuwählen.
Obiges Beispiel liefert auf Monatsebene folgendes Ergebnis in der Ansicht:
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